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Verstecken hinter dem Evangelium

Ent-Täuschung
Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, was uns die Werte, auf die wir in Deutschland so stolz waren, wert sind – nichts. Ich habe erlebt, wie das deutsche Grundgesetz einfach mal eben so von einem Bankkaufmann, einem Tierarzt, einem Pharmalobbyisten und einem einzelnen Virologen außer Kraft gesetzt wurde. Trotz der vielen Widersprüche in den Aussagen dieser vier Personen lieben die meisten Deutschen diese Leute. Für mich war das ganze surreal, aber mittlerweile bin ich enttäuscht, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war der Täuschung erlegen, dass Werte wie Menschenrechte, Demokratie und Freiheit Werte sind, für die man kämpfen sollte. Heute weiß ich, dass diese Werte nur Philosophien sind, die Menschen sich ausgedacht haben. Diese Werte sind vergänglich und ändern sich je nach dem Geschmack derjenigen, die in der Welt die Macht haben.

Instrumentalisierung des Evangeliums
Ich habe noch etwas erlebt, dass mich nicht überraschte. Teile der evangelischen Kirche instrumentalisieren das Evangelium, um die diktatorischen Maßnahmen der zur Zeit herrschenden Politik zu legitimieren, die im Zuge der verkündeten Pandemie des Sars-CoV-2 Virus weltweit umgesetzt wurden. Konkret möchte ich an einem Beispiel verdeutlichen, wie ein Bibelvers zur Legitimierung der diktatorischen Maßnahmen benutzt wird. Es geht um Matthäus 22,37-40. In diesen Versen ruft Jesus dazu auf, Gott von ganzen Herzen zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst. Die Pervertierung des Bibelverses läuft dabei wie folgt:

Im Vorfeld wurde über die Massenmedien ein Erzählraum aufgebaut, der beinhaltet, dass sich ein potentiell tödliches Virus rasant weltweit ausbreitet. Dieses Virus wird so viele Menschen krank machen, dass die Krankenhäuser zu klein sind, um die Millionen von Kranken aufzunehmen. Die Ärzte können nur wenigen Menschen helfen und viele Menschen müssen qualvoll zu Hause ersticken. Jeder kann unbemerkt von diesem Virus befallen werden und andere Menschen anstecken und ist dann für dessen Tod verantwortlich. Die verordneten Maßnahmen wie Ausgangssperren, Kontaktverbot, Tests und Impfungen dienen dazu, die Menschheit zu retten.

Mit den Axiomen dieses Erzählraumes wird das Evangelium nun von Teilen der evangelischen Kirche dazu benutzt, diesen Erzählraum zu untermauern. Die Maßnahmen werden als Akt der Nächstenliebe dargestellt. Ein wahrer Christ fügt sich den Maßnahmen der Mächtigen, um seinen Mitmenschen vor der Ansteckung mit dem tödlichen Virus zu schützen. Alle Menschen, die die Maßnahmen der Regierung nicht mittragen, verstoßen gegen das Gebot der Nächstenliebe und versündigen sich. Implizit sagt diese Instrumentalisierung: „Gott will das, was die Regierung tut. Es steht in der Bibel“ Diese Pervertierung des Evangeliums ist innerhalb dieses Erzählraumes logisch schlüssig und nicht widerlegbar. Dieser Trugschluss kann nur dann aufgebrochen werden, wenn der Erzählraum verlassen wird.

Machtansprüche
Beim Verlassen des Erzählraumes ist das Buch der Sprüche (Sprüche 1,7) hilfreich. Dort steht in Kapitel 1 Vers 7:

„Den HERRN ernst nehmen ist der Anfang aller Erkenntnis. Wer ihn missachtet, verachtet auch Weisheit und Lebensklugheit.“
(Sprüche 1,7)

Was bedeutet das für mich? Alle Überlegungen und logischen Schlüsse, die Menschen anstellen, beruhen immer auf dem begrenzten Wissen von Menschen. Sie können richtig sein, aber sie können auch falsch sein. Ob sie falsch oder richtig sind, weiß niemand außer Gott. An logischen Schlüssen ist erst einmal nichts verwerflich, wenn sie in Demut vor Gott getroffen werden. Bei der Zugrundelegung verschiedener Perspektiven, dienen sie der Wahrheitsfindung. Das Problem das ich sehe liegt darin, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer Überlegungen und logischen Schlüssen unbegrenzte Macht ausüben wollen. Sie sagen, dass sich alle Menschen ihren Maßnahmen zu unterwerfen haben. Sie erheben den Anspruch, mit neuartigen genetischen Impfstoffen in das Erbgut der gesamten Menschheit eingreifen zu dürfen, um die Welt besser zu machen. Sie erheben den Anspruch gottgleich zu sein und über das Wohl der gesamten Welt entscheiden zu können. Ein Mensch mit diesen Anspürchen nimmt den HERRN nicht ernst. So etwas halte ich für einen großen Fehler, an den ich mich nicht beteiligen möchte.

Eine Kirche, die das Evangelium pervertiert, um der Größenwahn einiger mächtiger Leute zu unterstützen, nimmt entweder den HERRN nicht ernst, oder weiß nicht, was sie tut.

Fazit
Was bleibt mir als Fazit zu dieser Situation zu sagen? Mit menschlicher Weisheit kommen wir nicht weiter, so viel steht fest. Über menschliche Weisheit lässt sich streiten. Auf jedes Argument kann ein Spitzfindiges Gegenargument gefunden werden. Auch Dinge wie Menschenrechte, Verfassungen und Gesetze beruhen auf menschlichen Maßstäben. Dass diese das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, haben die letzten zwei Jahre gezeigt. Deshalb bleibt mir nur der Schluss, dass wir in Demut vor Gott durch das Leben gehen sollten. Das bedeutet auch, dass wir all dem, was Gott erschaffen hat, Achtung entgegenbringen und mit der gesamten Schöpfung respektvoll umgehen sollten. Wenn wir Medikamente entwickeln, sollten wir das immer im Bewusstsein dessen tun, dass wir die Schöpfung nur sehr begrenzt verstehen. Wir alle sind nicht Gott und haben keinen Anspruch darauf, über die Schöpfung zu herrschen. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein. Hierzu kann ich die Lektüre der Bücher „Hiob“ und „Prediger“ der Bibel empfehlen, wo dies ausführlich beschrieben ist.

Der große Umbruch

Mittlerweile dürfte vielen klar sein, dass ein weltweiter Lebensstil mit einem immensen Ressourcenverbrauch, wie ihn in Deutschland pflegen, nicht möglich ist. Bezüglich der Energiewende habe ich das in meinem vorherigen Beitrag in diesem Blog dargelegt. So wie es aussieht, müssen wir unsere Wirtschaftsleistung in vielen Bereichen auf einen Bruchteil des jetzigen Wertes reduzieren.

Die Reduzierung der Wirtschaftsleistung darf aber nicht mit einer Senkung der Lebensqualität einher gehen. Vielmehr besteht überhaupt kein Grund dazu, die Lebensqualität einzuschränken, ganz im Gegenteil. In der jetzigen Wirtschaftsweise in Deutschland verschwenden wir die meisten Ressourcen sinnlos. Man denke beispielsweise nur an die vielen Produkte, die nach wenigen Jahren aufgrund ihrer schlechten Qualität weggeworfen werden. Viele Produkte sind nicht reparierbar. Ein weiteres Beispiel sind die Unmengen an Möbel, die Jahr für Jahr auf dem Sperrmüll landen, nur weil sie nicht mehr modern sind. Ich möchte es bei der Nennung dieser zwei Beispiele belassen, um nicht den Rahmen des Beitrags zu sprengen.

Zur Lösung dieses Problems gibt es eine unüberschaubare Menge von Lösungsansätzen. Einige Beispiele für diese Lösungsansätze sind Recycling, Upcycling, lange Produktgarantiezeiten, Freies Wissen, Freie Software, Radfahren, Remote Work, Co Working, Do It Yourself, Last Mile Concepts, Mikromobilität und so weiter. Wer noch mehr dieser Konzepte wissen möchte, kann auf der Seite des „Zukunftsinstituts“ vorbei schauen. Auf der dortigen Megatrend-Map sind viele Konzepte dargestellt. Jedes einzelne dieser Konzepte beinhaltet eine ganze Welt an Dingen, die jeder einzelne ab jetzt umsetzen könnte, um sich für ein ressourcenschonendes Leben zu engagieren. Ich denke aber, dass diese Konzepte nur mögliche Trends sind, aber keine wirklichen Lösungen. Der Grund dafür ist, dass wir meiner Ansicht nach, kein Materielles Problem haben, sondern ein geistliches Problem.

Die Leere in uns
Im Matthäus-Evangelium Kapitel 12 befinden sich einige Verse, die mir erst seit kurzen etwas sagen. Jesus spricht dort:

„Wenn ein böser Geist einen Menschen verlässt, irrt er durch Wüsten und sucht nach einer Bleibe und findet keine. Dann sagt er sich: ›Ich gehe lieber wieder in meine alte Behausung!‹ Er kehrt zurück und findet alles leer, sauber und aufgeräumt. Darauf geht er hin und sucht sich sieben andere böse Geister, die noch schlimmer sind als er selbst, und sie kommen und wohnen dort. So ist dieser Mensch am Ende schlimmer dran als am Anfang.“  (Mt 12, 43-44)

Dieses Bild verdeutlicht sehr schön die Ursache für die Probleme, die wir durch unsere Lebensweise entstehen. Es ist die Leere in einem Menschen die entsteht, wenn ein Wunsch eines Menschen erfüllt wird. Menschen neigen dazu, sich Dinge zu wünschen. Manche Wünsche werden so stark, dass sie den Menschen dazu treiben, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Dieser Wunsch nimmt einen erheblichen Raum und drängt die Dinge zur Seite, die einen Menschen glücklich machen. Wird dieser Wunsch nun erfüllt, bleibt ein großes Loch zurück, dass gefüllt werden muss. In dieses Loch können nun neue Wünsche entstehen, die erfüllt werden wollen.

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, dieses Loch zu füllen, dass beim Erfüllen von Wünschen bleibt. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Galater:

„Lebt aus der Kraft, die der Geist Gottes gibt; dann müsst ihr nicht euren selbstsüchtigen Wünschen folgen. Die menschliche Selbstsucht kämpft gegen den Geist Gottes und der Geist Gottes gegen die menschliche Selbstsucht: Die beiden liegen im Streit miteinander, sodass ihr von euch aus das Gute nicht tun könnt, das ihr doch eigentlich wollt. Wenn ihr euch aber vom Geist Gottes führen lasst, dann steht ihr nicht mehr unter dem Gesetz, das euch diesem Widerspruch ausliefert. Was die menschliche Selbstsucht hervorbringt, ist offenkundig, nämlich: Unzucht, Verdorbenheit und Ausschweifung, Götzenanbetung und magische Praktiken, Feindschaft, Streit und Rivalität, Wutausbrüche, Intrigen, Uneinigkeit und Spaltungen, Neid, Trunk- und Fresssucht und noch vieles dergleichen. Ich warne euch, wie ich es schon früher getan habe: Menschen, die solche Dinge tun, werden nicht erben, was Gott versprochen hat; für sie ist kein Platz in Gottes neuer Welt. Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung..“ [1]
(Galater 5, 18-23)

Genau diese Früchte sollte ein Mensch bei sich stetig pflegen, damit keine innere Leere entsteht. Genau hier sehe ich den Weg, den wir gehen sollten, um die Probleme zu lösen, die unsere Lebensweise verursacht.

[1] Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft

Energiewende

Die letzten eineinhalb Jahre haben in mir das Gefühl ausgelöst, dass etwas in Bewegung kommt, was die ganze Welt betrifft. Um es gleich am Anfang zu sagen: Mir scheint es so, als ob die Debatte um den Klimawandel, die Märsche der Bewegung „Fridays for Future“, die „Black Lives Matters“ Aktionen oder die Corona-Pandemie nur große Medienkampagnen sind. Ich denke dass es im Grunde genommen um etwas ganz anderes geht. Mir scheint es so, dass wir weltweit an einem Punkt angekommen sind, an dem unsere Ressourcen knapp werden. Die Flüchtlingskrise der letzten Jahre lässt mich vermuten, dass wir durch die Lebensweise in den Industrieländern so viele Ressourcen verbrauchen, dass wir Flüchtlingsströme auslösen. Die Menschen, die in den Machtpositionen sitzen haben das begriffen und initiieren mehr oder weniger koordiniert einen weltweiten gesellschaftlichen Wandel.

Aufgrund dieser Betrachtungen habe ich mal wieder meinen Taschenrechner in die Hand genommen, um abzuschätzen, wie eine echte Energiewende in Deutschland aussehen könnte. Eine echte Energiewende bedeutet für mich nicht die mickrigen Spielereien mit erneuerbaren Energien, die in Deutschland bisher gemacht wurden. Energiewende heißt für mich, dass zum Beispiel Deutschland seinen gesamten Energiebedarf über Solarenergie decken kann, inklusive Speicherung der Energie für die Wintermonate in Form von synthetisch erzeugtem Methanol und der Reserven für sonnenarme Jahre.

Deshalb habe ich folgende Annahmen getroffen und folgende Zahlenwerte zu Grunde gelegt:

Endenergiebedarf: EB = 2514 TWh
Globalstrahlung der Sonne: qG = 1 MWh/(m²a)
Elektrischer Wikungsgrad der Photovoltaik: etaPh = 20%
Wirkungsgrad der Energiespeicherung: etaSp = 50%
Sicherheitsfaktor für sonnenarme Jahre: SF = 1,5

Damit ergibt sich für die erforderliche Fläche der Photovoltaik:

APhErf = (EB * SF) / (etaPh * etaSp * qG)
AphErf = 37710 km² = 194 km x 194 km

Im Vergleich dazu beträgt die Fläche aller Siedlungen inklusive Freiflächen ohne Verkehrswege in Deutschland:

Asied = 25000 km²

Für die Energiewende wäre die 1,5 Fache Fläche aller Siedlungsgebiete in Deutschland nötig. Für eine echte Energiewende wäre es für mich keine Option weitere Naturflächen mit Photovoltaik zu belegen.

Die nächste Frage ist nun, wie viel Silizium dafür nötig wäre. Dazu habe ich folgende Zahlenwerte zu Grunde gelegt:

Weltjahresproduktion an Silizium: dmSi = 8 Mio. t/a
Erforderliche Fläche der Photovoltaik: APhErf = 37710 km ²
Dichte von Silizium: rhoSi = 2336 kg/m³
Die Dicke von Siliziumwafern liegt bei: dPV = 0,2 mm

Das bedeutet für die erforderliche Siliziummasse für die Energiewende:

mSi = rhoSi * APhErf * dPV
mSi = 18 Mio t

Daraus folgt, dass allein für die Energiewende in Deutschland die 2,25 Fache Weltjahresproduktion an Silizium nötig wäre. Deutschland hat aber nur 83,2 Millionen Einwohner. Das sind bei einer Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen nur 1,1 % der Weltbevölkerung.

Schon bei dieser oberflächlichen Schätzung dieses kleinen Bereichs wird sofort klar, dass eine echte Energiewende bei unserem jetzigen Energieverbrauch nicht möglich ist, wenn wir allen Menschen ein Leben in Wohlstand gönnen möchten. Hinzu kommt, dass diese riesige Menge an Photovoltaikanlagen auch instand gehalten werden muss, was auch Energie und Ressourcen benötigt. Deshalb ist es notwendig, unseren Energie- und Ressourcenverbrauch massiv zu reduzieren. Unsere sinnlose und irrsinnige Überproduktion muss aufhören. Wir produzieren so viele kurzlebige Güter, dass wir gar nicht mehr wissen, wohin damit. Unsere Arbeitsstelle und der monatliche Lohn sind der Sinn unseres Lebens. Wir versuchen in Konkurrenz zu anderen Menschen immer mehr Güter immer billiger zu produzieren. Hier ist ein Umdenken dahingehend nötig, dass wir uns Gedanken machen, worin unser Sinn im Leben besteht. Was das für jeden einzelnen bedeutet, kann niemand sagen, auch kein Regierung und keine Experten. Bei der Suche nach einem Sinn im Leben, hat mir ein Vers aus der Bibel sehr geholfen:

„Den HERRN ernst nehmen ist der Anfang aller Weisheit.“
(Sprüche 9,10)

Zeit zum Umdenken

In den letzten Monaten hatte ich aufgrund der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Coronaschutzverordnung viel Zeit, um meine alten Projektunterlagen zu sortieren und von unnötigem Ballast zu befreien. Dabei ist mir eines aufgefallen: Ich habe die Letzten 15 Jahre meiner Tätigkeit als Ingenieur viel Schrott produziert. Der Schrott war wirkliche Ingenieurskunst. Ich hatte viele Probleme durch interessante Einfälle gelöst und die Geräte, die dabei entstanden, haben funktioniert. Ich habe vieles dabei gelernt und konnte sehr viel Berufserfahrung sammeln. Allerdings sind viele von den Geräten, die meine Mitstreiter und ich entwickelt haben, vollkommen nutzlos. Da ist zum Beispiel ein Stirling-Motor, der genau das macht, was in meinen Berechnungen theoretisch vorhergesagt wurde. Er funktioniert nur periodisch schwankend. Da ist eine Anlage zur hydrothermalen Carbonisierung von Biomasse, die aus Biomüll Sondermüll macht. Die funktioniert perfekt. Da sind LED Lampen, die sich für die Erforschung des Pflanzenwachstums bei unterschiedlichem Licht eignen, aber unbezahlbar sind. Auch die Bienenstockwaage, die ich sogar bis zur Produktionsreife entwickelt und gebaut habe, leistet mir in der Imkerei gute Dienste, kann aber finanziell nicht mit Produkten Made in China konkurrieren.

Als ich mir diese und noch viel mehr Projekte angesehen habe, ist mir aufgefallen, das ich bisher mit immer neueren und ausgefalleneren Ideen versucht habe, Irgendwelche Produkte an Menschen zu bringen, die viel zu viele Dinge haben. Unsere Gesellschaft produziert so viel, dass sie daran erstickt. Genau in diese Gesellschaft habe ich versucht, meine Produkte hineinzudrücken. Es ist nichts weiter als kompletter Irrsinn. Da wird mir bewusst, was Jesus im Matthäus-Evangelium gesagt hat:

„Niemand kann zwei Herren zugleich dienen. Er wird den einen vernachlässigen und den anderen bevorzugen. Er wird dem einen treu sein und den anderen hintergehen. Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Geld.“
(Matthäus 6,24)

Ich habe die letzten Jahre viel zu sehr dem Geld gedient, was mich krank gemacht hat. Selbst wenn ich in einer Firma angestellt gewesen wäre, hätte ich im Auftrag meiner Firma nichts anderes gemacht, nämlich, noch mehr noch billiger zu produzieren. Dabei hätte ich versucht, mit den Arbeitern in den chinesischen Fabriken oder mit Robotern in Produktionshallen zu konkurrieren.

Unsere Gesellschaft hat viele Probleme im Bereich Energieversorgung, Armut, Ausbeutung und der Schädigung der Umwelt. Die Maßnahmen, die heutzutage zur Lösung dieser Probleme angestrebt werden, erscheinen mir wiederum von der Jagd nach dem Geld beherrscht. Jeder Akteur versucht, sein Produkt in den gesättigten Markt zu drücken. Man denke dabei nur an die völlig hirnrissige Elektromobilität. Dabei wird schon wieder viel Schrott und Müll produziert und nichts ändert sich.

Ich habe einige Ideen, die ich zur Lösung unserer Energieprobleme beitragen kann. Ich kann aber nicht beurteilen, für wen diese Ideen geeignet sind und für wen nicht. Ich will auch niemandem mehr eine Idee aufschwatzen, der diese Idee gar nicht braucht, nur um etwas Geld bezahlt zu bekommen. Deshalb erscheint es mir am besten, wenn ich meine Ideen unter der Creative Commons Lizenz publiziere. Ich werde dabei nicht die Aussagen nachplappern, die in den oft politisch motivierten Veröffentlichungen offizieller Institute zu finden sind. Es erscheint mir sinnvoller, die Annahmen, für die mir keine eigenen Messungen zu Verfügung stehen, durch nachvollziehbare Fermi-Schätzungen festzulegen. Die Leser meiner Veröffentlichungen sollen die Gedankengänge mit ihrem gesunden Menschenverstand nachvollziehen können. So besteht die Möglichkeit, dass meine Ideenbeiträge die Menschen finden, für die diese Beiträge wirklich hilfreich sind.

Wir müssen endlich umdenken und von den Verhaltensmustern abweichen, die uns in die jetzige Krise manövriert haben. Sonst wird sich nie etwas ändern. Auf die Frage, wovon ich leben soll, gibt Jesus die Antwort [1]:

„Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel!“
(Matthäus 6,25-26)

[1] Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft

Was bedeuten die Corona-Zahlen ?

Ich möchte in diesem Artikel mit einfachen statistischen Berechnungen erläutern, was die offiziellen Corona-Zahlen bedeuten. Dabei möchte ich lediglich auf die Berechnungen zurückgreifen, die jedem Abiturienten geläufig sein sollten.

Das statistische Modell, dass ich dabei zu Grunde lege, ist passend zu dem Thema das Urnenmodell mit Ziehen mit Zurücklegen. In einer Urne befinden 100.000 Kugeln. Davon sind 99800 weiße Kugeln und 200 schwarze Kugeln. Das soll hier einer 7-Tage Inzidenz von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner entsprechen. Das bedeutet, dass in diesem Experiment jede Woche für jeden betrachteten Einwohner eine Ziehung mir Zurücklegen durchgeführt wird.

Aus diesem Zufallsexperiment ergibt sich eine Binomialverteilung der Infektionsereignisse. Die Wahrscheinlichkeit, sich während einer Woche mit COVID 19 zu infizieren liegt bei einer 7-Tage Inzidenz bei pI = 0,2 %.

Für eine Binomialverteilung wird der Erwartungswert m wie folgt berechnet:
p : Wahrscheinlichkeit
n : Anzahl der Einwohner
t : Zeit in Wochen
m : Anzahl Infizierten oder Gestorbenen

m = p * n * t

Die Standardabweichung Sigma, d.h. die zu erwartende Abweichung des wirklichen Wertes vom statistisch berechneten Wert wird mit folgender Formel berechnet:

Sigma = wurzel (n * t *  p * (1 – p))

Des weiteren wird ein zweites Experiment betrachtet, in dem die Todesfälle bei gleichzeitiger Anwesenheit eines positiven COVID-19 Testergebnisses stattfinden. Dazu habe ich die Wahrscheinlichkeiten für einen tödlichen Krankheitsverlauf in Abhängigkeit vom Alter und die Altersstruktur der Menschen in Neugersdorf betrachtet. Dabei gewichte ich die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Krankheitsverlauf mit der Altersstruktur in Neugersdorf . Aus der Statistik geht nicht hervor, ob die betroffenen Menschen an dem Corona-Virus gestorben sind, oder mit dem Corona-Virus. Auffällig ist dabei nur, dass die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Covid 19 Verlaufs erst ab einem alter von 60 Jahren ansteigt, was auch für andere Erkrankungen gilt. In Anbetracht der Statistiken komme ich auf eine Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Krankheitsverlauf von pT = 5,91 %. Dazu wird in dem Statistischen Experiment eine Urne mit 10.000 Kugeln betrachtet, in der 591 Kugeln schwarz sind. Auch bei diesem Experiment jede Woche für jeden betrachteten Einwohner eine Ziehung mir Zurücklegen durchgeführt wird.

Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu sterben wird durch die Durchführung beider Urnenexperimente ermittelt. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit in einer Woche an Corona zu sterben bei
pTC = pI * pT = 0,0118 %.

Angenommen n sei die Zahl der Menschen in einem Dorf oder einer Kirchgemeinde, die betrachtet werden soll.

Die Berechnung soll hier am Beispiel der Kirchgemeinde in Neugersdorf erläutert werden: Die Evangelische Kirchgemeinde hat ca. 1000 Mitglieder. Der betrachtete Zeitraum liegt bei t = 6 Wochen. Das ist der Zeitraum, in dem die Kirchennachrichten erscheinen, in denen die Beerdigungen im jeweiligen Zeitraum genannt werden.

Die zu erwartende Anzahl der Infektionen im betrachteten Zeitraum liegt bei mI = 12
mit einer Standardabweichung von SigmaI = 3,4

Die zu erwartende Anzahl der betrachteten Toten im betrachteten Zeitraum, die an- oder mit Corona gestorben sind, liegt bei mT = 0,71
mit einer Standardabweichung von SigmaT = 0,84

Wenn also gesagt wird, dass sehr viele Corona-Tote beerdigt werden, kann das aufgrund der offiziellen Zahlen nicht sein. Die Menschen sind sehr wahrscheinlich an etwas anderem gestorben, aber nicht an einer COVID-19 Infektion.

 

Corona mal statistisch betrachtet

Ich merke zur Zeit, wie die Angst vor dem Corona-Virus um geht. Jedes mal, wenn hier in Neugersdorf die Totenglocken läuten, frage ich mich, ob jemand an dem Corona-Virus gestorben ist. Um für mich Klarheit in die Sache zu bringen, habe ich das gemacht, was ein Ingenieur so macht: Ich habe mal statistisch betrachtet, wie wahrscheinlich es ist, dass innerhalb einer Woche eine Beerdigung stattfindet.

Ich möchte hier klarstellen, dass ich keinesfalls das Leid der Angehörigen vergessen möchte. Ich möchte dem Leser lediglich zeigen, was eine begrenzte Lebenserwartung bedeutet.

Betrachtung der Kirchenmitglieder in Neugersdorf

Als allererstes habe ich mal nachgesehen, wie viele Einwohner Neugersdorf hat und wie die Lebenserwartung der Menschen aussieht. Ich fand auf Wikipedia, dass Neugersdorf 5854 Einwohner hat. Ich vermute, dass 20%, sprich 1160 der Einwohner Mitglied der Evangelischen Kirche sein dürften. Die Lebenserwartung habe ich mit 80 Jahren d.h. 29200 Tage angenommen.

Um die statistische Betrachtung durchzuführen habe ich, wie es meinem schwarzen Humor entspricht, das Urnenmodell aus der Statistik herangezogen.  Ich habe dabei eine Urne mit 29200 Kugeln zu Grunde gelegt, wobei 1 Kugel davon schwarz ist. Dabei werden die Kugeln mit Zurücklegen gezogen, ohne dass die Reihenfolge notiert wird. Wird eine schwarze Kugel gezogen, bedeutet dies statistisch eine Beerdigung für den jeweiligen Menschen. Für jeden Menschen wird ein mal am Tag eine Kugel gezogen, pro Tag also 5854 Kugeln für alle Einwohner oder 1160 Kugeln für die Mitglieder der evangelischen Kirche. Daraus resultiert eine Binomialverteilung der Beerdigungen.

Es wird ein Zeitraum von 7 Tagen und ein Zeitraum von 60 Tagen betrachtet. Innerhalb von 60 Tagen erscheinen die Kirchennachrichten mit den Todesanzeigen. Zudem soll noch ein Zeitraum von 365 Tagen betrachtet werden

Die Ergebnisse dieser Betrachtung sind in folgenden Diagrammen zu sehen.

Die unter den Mitgliedern der Evangelischen Kirche  eintretenden Todesfälle, die durch eine begrenzte Lebenserwartung  verursacht werden, gestalten sich so, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 77 % die Totenglocken in einer Woche nicht läuten müssen. Eine Woche mit einer Beerdigung ist in 20% der Wochen der Fall. Selten, also in 3% der Wochen, finden zwei Beerdigungen pro Woche statt.

 

In den Kirchennachrichten sind zwischen zwischen 0 bis 7 Todesanzeigen zu erwarten, wobei meistens 1 – 3 Todesanzeigen zu finden sind.

Innerhalb eines Jahres sind Todesfallzahlen aufgrund der Lebenserwartung zwischen 5 und 25 Tote pro Jahr im statistisch möglichen Bereich. In den meisten Fällen dürften die Todesfallzahlen zwischen 10 und 18 liegen.

Betrachtung aller Einwohner in Neugersdorf

Betrachtet man nicht nur die Kirchenmitglieder sondern alle Einwohner von Neugersdorf, so ergibt sich für die Anzahl der Beerdigungen pro Woche folgendes Diagramm:

Für alle Einwohner von Neugersdorf bedeutet das, dass eine unbeschwerte Woche ohne Beerdigungen in 25% der Wochen eintrifft. In 35% der Wochen kommt es zu einer einzigen Beerdigung pro Woche. In 24% der Wochen gibt es 2 Beerdigungen u.s.w. Auch 4 Beerdigungen pro Woche sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 4% möglich. Sollte dieser Fall eintreten, bedeutet das nicht, dass in der Woche darauf keine Beerdigung stattfindet. Die Wahrscheinlichkeiten bleiben vom vorhergehenden Ereignis unberührt. Tritt also eine Woche mit 4 Beerdigungen und danach gleich eine Woche mit drei Beerdigungen auf, kann man daraus noch keine Rückschlüsse auf eine Epidemie schließen. Erst wenn die Wahrscheinlichkeitsverteilung insgesamt ändert, muss von Einflüssen neben der begrenzten Lebenserwartung ausgegangen werden.

Soweit gestalten sich die Auswirkungen einer begrenzten Lebenserwartung, ohne irgendwelche Einflüsse von Krankheiten oder Katastrophen. Abweichungen davon haben dann andere Ursachen, die im einzelnen genauer betrachtet werden müssen.

Wort zum Buß- und Bettag 2020

Als ich das Wort zum Buß- und Bettag 2020 der evangelischen Landeskirche Sachsens gelesen hatte, fühlte ich mich an die Zeit erinnert, als ich vor über 20 Jahren aus der katholischen Kirche austrat. Ich konnte damals mit der Regierungshörigkeit und mit dem Schweigen zu den Problemen und Ängsten der Menschen in der katholischen Kirche nichts mehr anfangen. Durch meine Frau, die mir vor drei Jahren meine erste Bibel geschenkt hatte, las ich das erste mal in meinem Leben in der Bibel und verstand das erste mal, was Jesus mir sagen wollte. Im Juli 2020 trat ich dann in die evangelisch-lutherische Landeskirche ein.

Zur Zeit sind in unserer Gesellschaft massive Umwälzungen im Gange. Wir haben Kriege überall auf der Welt, Menschen ertrinken auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer, die Automatisierung ersetzt die Menschen in den Fabriken, die Arbeitslosen werden entrechtet, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlagen und die Regierung macht den Menschen Angst vor Krankheiten. Die Probleme sind für einen einzelnen Menschen nicht mehr zu überblicken. Die Gesellschaft als Ganzes beginnt nun, Lösungen für diese Probleme zu entwickeln. Das Kollektiv der Gesellschaft erhöht die Kommunikationsdichte und knüpft neue Netzwerke. Die Menschen fühlen, dass sich etwas verändert.

Im Wort zum Buß- und Bettag 2020 werden die Menschen in der Kirche dazu aufgerufen, dass sie ihre Mitmenschen durch ihr Verhalten nicht beunruhigen, die Einschränkung der Grundrechte ertragen und sich demütig in die Gemeinschaft einordnen sollen. Das ist für mich, sehr grob zusammengefasst, die wichtigste Aussage des Wortes zum Buß- und Bettag 2020.

Ich denke, Schweigen, Anpassung und das Verharren in der Komfortzone sind nicht die Antwort auf die Probleme der Menschen. Gleichzeitig sind gut gemeinte Lösungsansätze meist nur unzureichend. Deshalb möchte ich als Antwort auf das Wort zum Buß- und Bettag 2020 meinen Weg darlegen, wie ich den Problemen unserer Zeit begegne:

Ich möchte die Menschen zu einer eigenen Glaubenspraxis ermutigen, damit sie Kraft bekommen, um als Christen an der Diskussion in der Gesellschaft teilzunehmen und um das Evangelium durch Wort und Tat zu verkünden, so wie es ihnen vom Heiligen Geist gegeben wird. Weil bei jedem Menschen die Glaubenspraxis anders aussehen kann, möchte ich hier meine Glaubenspraxis als Beispiel darlegen.

Mir ist Bewusst, dass niemand die Probleme unserer Zeit in ihrer Gesamtheit begreifen kann. Jeder Versuch, eine Lösung der Probleme durchzusetzen führt daher zu Gewalt. Deshalb lege ich die Lösung unserer Probleme in Gottes Hand und nehme die Ängste aller Menschen ernst. Das bedeutet für mich zum Beispiel, dass ich im Gottesdienst die gesetzlich vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung bis zu einem gewissen Grad trage. Durch die Verwendung eines schwarzen Halstuches mit Fischsymbolen als Mund-Nase-Bedeckung zeige ich aber denen, die die Maßnahmen der Regierung kritisieren, dass sie nicht allein sind und dass ich ihre Angst vor einem totalitären Staat ernst nehme. Ich nehme gleichzeitig die Angst der Menschen ernst, die sich vor ansteckenden Krankheiten fürchten.

Ich lese täglich in der Bibel. Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine sind mein Bibelleseplan. Das gibt mir die Kraft und die Inspiration, die ich brauche.

Im Gebet danke ich dem Herrn für die Schöpfung. Ich danke für die Erde, für mein Essen, für meine Mitmenschen und für alle anderen Lebewesen. Ich danke ihm auch für die Bakterien, die im Sauerteig für uns arbeiten, sowie auch für alle Viren und Mikroben, die wir nicht verstehen.

Ich weiß dass Gott das Universum geschaffen hat und dass es seine Gnade ist, dass wir alle hier auf der Erde alle Voraussetzungen für ein glückliches Leben haben. Ein glückliches Leben ist nicht der Verdienst von Menschen, die sich anmaßen, Lebensgrundlagen und Glück nach ihrem Ermessen zuzuteilen.

Ich vertraue darauf, dass der Heilige Geist mich darin leitet, den Menschen zuzuhören und dass er mir die Kreativität und die Kraft schenkt, mich an der gemeinsamen Lösung von Problemen in meiner Umgebung konstruktiv zu beteiligen.

Ich verweigere niemandem das wertschätzende und konstruktive Gespräch, unabhängig von der politischen Meinung, der Religion, der Ethnie, der sexuellen Orientierung, der Herkunft, des Vermögensstandes, des Berufes, des Gesundheitszustandes, der Arbeitslosigkeit oder anderen Eigenschaften.

Ich zwinge niemanden das zu tun, was ich für richtig halte. Ich setze auch nicht den Willen der Regierung gegen meine Mitmenschen durch.

Ich spreche mit anderen Menschen über das Evangelium und freue mich über interessante
Unterhaltungen und über kritische Anmerkungen, die sich daraus ergeben.

Ich widme genügend Zeit meinen Hobbies, die nichts mit Religion zu tun haben und die mir Freude machen. Dabei achte ich darauf, dass es Hobbies sind, bei denen ich keine Mund-Nase-Bedeckung tragen muss.

Ich hoffe dass dieser Brief alle Leser und Leserinnen zu einer eigenen christlichen Glaubenspraxis zusammen mit anderen ermutigt. Daraus wird sich mit Sicherheit viel Kreativität und Angstfreiheit für gemeinsame und friedvolle Lösungen unserer Aufgaben ergeben.

Wege aus der Krise

Zur Zeit sehen wir, wie sich die aufgestauten Spannungen in der Gesellschaft entladen. Seit Jahren ist unsere Gesellschaft geprägt von einem unmenschlichen, totalitären wirtschaftlichen Wettbewerb, Angst vor der Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne, der menschenrechtswidrigen Unterdrückung der erwerbslosen Menschen durch das Jobcenter, politisches Säbelrasseln und Krieg. Zudem wird unser Finanzsystem seit dem Zusammenbruch im Jahr 2008 künstlich am Leben gehalten. All diese Missstände führen nun zu den gesellschaftlichen Verwerfungen die wir jetzt beobachten, wie dem Lockdown aufgrund der geschürten Angst vor dem Coronavirus oder den scheinheiligen Protesten gegen Rassismus.

Zur Zeit stehen in dem Dorf, in dem ich lebe, die Menschen jeden Sonntag und jeden Montag auf der Straße und protestieren gegen die Missachtung unseres Grundgesetzes. Die Anliegen der Menschen dort sind bunt gemischt und sind Ausdruck des Leidensdruckes der heutigen Missstände in unserer Gesellschaft. Zum Beispiel sind dort auch Busunternehmer zu treffen, die aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ihre Einnahmen aus dem Reisegewerbe verloren haben. Doch wie können wir diese Probleme lösen ?

Anfangs habe ich bei diesen Demonstrationen ein Schild mit dem Deckblatt des Grundgesetzes in der Hand gehalten. Von Woche zu Woche ist mir aber bewusst geworden, dass allein der Protest nichts bewirken wird. Nur zu protestieren bringt erst mal keine Lösung und die vermeintlichen Lösungen, die rechts- und linksradikale Gruppen, sowie auch unsere Regierung bieten, führen in eine Sackgasse. Deshalb halte ich jetzt ein Schild mit der Aufschrift „Jesus, der Weg, die Wahrheit und das Leben“ in der Hand. Warum mache ich das?

Ich mache das, wovon ich überzeugt bin. Ich denke, es ist gut, wenn Menschen sich in einem ersten Schritt bewusst werden, worin ihr persönlicher Glaube besteht. Das ist die Grundlage für jeden einzelnen, sich auf dieser Basis folgende Fragen zu stellen:

„Was will ich mit meinem Leben anfangen?“
„Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?“
„Gönne ich einem anderen Menschen, das er glücklich ist?“

Kein einzelner Mensch, kein Politiker und auch kein Oligarch, kann die Lösung der Probleme aller Menschen finden. Lösungen, die von einzelnen Menschen oder Parteien für alle Menschen verbindlich beschlossen werden, führen immer zu mehr Gewalt.

Wirkliche Lösungen können sich nur im gesellschaftlichen Dialog über Jahre hinweg herausbilden. Dazu ist es aber notwendig, dass sich möglichst viele Menschen immer wieder mit den vorhin gestellten Sinnfragen selbst auseinandersetzen und für die gefundenen Antworten öffentlich gerade stehen. Erst dann können möglichst viele Menschen an diesem Dialog mitwirken. Solange das nicht geschieht, werden sich die heutigen Missstände nicht ändern und die Menschen, die das meiste Geld haben, werden dem Rest der Welt ihre Vorstellungen mit Gewalt aufzwingen.

Tauschen wir Freiheit gegen Sicherheit ?

Ich kann mich noch erinnern: Vor einigen Jahren haben wir mit dem Finger noch auf die Länder gezeigt, die die Menschen in ihrem Land unterdrückten, Ausgangssperren verhängten, Versammlungen von mehr als drei Leuten bestraften und wo die Menschen der regierenden Partei an den Lippen hingen. Wie haben wir im Westen über die DDR gelacht oder über Länder im Nahen Osten gespottet, die die Menschen so sehr unterdrücken, bis nichts mehr in dem Land funktionierte. Ich dachte immer, das uns so etwas im aufgeklärten Europa mit seinen mündigen Bürgern nie passieren könnte.

Eines Tages kommt die Meldung in den Nachrichten vom „Coronavirus“. Es ist wohl nur ein gewöhnliches Virus, vergleichbar mit einem Grippevirus. Die Medien und die Bundesregierung machen den Menschen aber Angst und warnen vor bedrohlichen Szenarien, von überfüllten Krankenhäusern und Massen an Toten. Die Verbreitung dieses Virus muss unbedingt verlangsamt werden. Plötzlich haben viele Menschen in Deutschland so sehr die Hosen voll vor Angst, dass sie anfangen, Klopapier und H-Milch zu horten.

Mittlerweile ist es in Deutschland verboten, die Wohnung ohne triftigen Grund zu verlassen oder mit Menschen in Kontakt zu treten. Demonstrationen und öffentliche Zusammenkünfte sind bei schwerer Bestrafung verboten. Firmen stellen ihren Betrieb ein. Gottesdienste entfallen. Die Wirtschaft droht zu kollabieren. Das schlimmste daran ist, dass die meisten Menschen in Deutschland diese Maßnahmen in vorauseilendem Gehorsam befürworten. In den sozialen Medien, wird schon der Ruf laut, dass bei Mangel  an Arbeitskräften in der Landwirtschaft, Schüler zur Zwangsarbeit eingeteilt werden sollen.

Die Menschen in Deutschland haben ihre Freiheit ohne zu Zögern gegen ihre vermeintliche Sicherheit getauscht. Sie nehmen billigend in Kauf, beides zu verlieren.

Die Schwierigkeit in dieser Situation ist, dass wir alle nicht wissen, welche Absichten die Regierungen weltweit mit dieser ganzen Aktion verfolgen. Auf die meisten Medien können wir uns nicht verlassen. Von den alternativen Medien, sind nur noch wenige übrig geblieben, die eine von der Regierung abweichende Position vertreten wie zum Beispiel KenFM .

Wie gehe ich mit der Situation um?

  • Als erstes genieße ich erst einmal die Ruhe durch die Ausgangsbeschränkung und arbeite an meinen eigenen Projekten weiter.
  • Ich informiere mich über die alternativen Medien, aber auch über die Staatsmedien und versuche, das mit anderen Informationen abzugleichen, die mir zu Verfügung stehen. Ich verwende aber nicht zu viel Zeit dafür, weil das nicht gesund für den Geist ist.
  • Ich gehe raus in den Garten oder zu unseren Bienen.
  • Ich bleibe in Kontakt mit meinen Freunden und Bekannten und versuche, ihnen die Ängste zu nehmen und die Informationen, die mir zu Verfügung stehen zu teilen.
  • Ich lese täglich in der Bibel, bete und meditiere. Das hilft mir, auf dem Boden zu bleiben und meine Menschlichkeit und die Nächstenliebe nicht zu verlieren.
  • Ich äußere meine Ansichten und Einschätzungen und lasse mich dabei von meinem Gewissen und meinem Glauben leiten.
  • Ich erinnere mich an das Buch „Von der Diktatur zur Demokratie“ von Gene Sharp, dass ich mal gelesen habe.

 

Die Angst vor dem technischen Fortschritt

In diesem Aufsatz möchte ich darüber berichten, was ich auf einer Netzwerkveranstaltung für Unternehmen in Ostsachsen erlebt habe. Das was ich erlebt habe macht deutlich, dass wir in Deutschland in einer tiefen Krise stecken.

Ich wohne in einer Region in Ostsachsen, in dem niedrige Löhne der Normalfall sind. Der sogenannte Mindestlohn ist hier so etwas wie ein Richtwert, an den sich die hier ansässigen Unternehmen orientieren können. Von diesem Lohn kann man gerade so leben, wenn man kein eigenes Haus besitzt und beide Eltern einer Familie Vollzeit arbeiten. Die Kinder bleiben dann bis spät Nachmittag im Hort und werden dort beschäftigt, bis sie Eltern aus der Arbeit wieder zu Hause sind.

Die Menschen, die keine Arbeitsstelle haben und auf Sozialleistungen angewiesen sind, werden von dem Jobcenter, dass die Sozialleistungen verwaltet, unter Druck gesetzt, gedemütigt und auch erpresst. Der Erpressungsversuch, den ich selbst schon erlebt habe bestand in der Drohung, dass meiner Frau unter Umständen das Kind weggenommen wird, wenn wir nicht den Anordnungen des Jobcenters Folge leisten, aber das würde jetzt zu weit führen.

Ich habe diese Einleitung geschrieben, damit auch die Leser mit einem guten Einkommen verstehen, was in meiner Region gerade los ist.

Da ich einige Innovative Ideen habe, dachte ich mir, dass ich mal wieder Zeit in die Ausweitung meiner Geschäftsbeziehungen investieren sollte. Gedacht, getan und so habe ich mich zu einem Netzwerktreffen für Ostsachsen angemeldet. Da mich eine der teilnehmenden Firmen besonders interessierte, habe ich für diesen Tag auch einen Termin für ein Privatgespräch reserviert.

Als ich am Veranstaltungstag in das Technologiezentrum kam, fand ich eine angenehme Atmosphäre vor. Die Veranstalter waren freundlich, das Catering war sehr angenehm und die Vertreter der Firmen bauten emsig ihre Stände auf. Der Vormittag begann mit Vorträgen von deutschen und polnischen Unternehmen. Auch der Bürgermeister, ein Mitglied des Landrates und Vertreter von Hochschulen hielten Vorträge. Das Thema der Vorträge war „Industrie 4.0“. In den Vorträgen ging es darum, wie Unternehmen ihre alten Maschinen mit Sensoren ausrüsten können, um ihre Maschinen besser zu überwachen und die Produktivität zu erhöhen. Es wurde der Begriff „Retrofit“ verwendet. „Retrofit“ bedeutet, dass man die alten Maschinen, die unter Umständen Jahrzehnte alt sind, mit moderner Elektronik aufrüstet. Es wurde immer wieder davon gesprochen, dass es darum geht, dass so wenig Menschen wie Möglich in den Fabriken durch Roboter ersetzt werden. Ein Vertreter einer Hochschule sagte sogar, dass der Mensch auch in den nächsten 50 Jahren in der Fertigung die Maschinen bedienen werde.

Von Innovation und neuen Ideen war bei dieser Veranstaltung nichts zu spüren. Es war lediglich die Rede davon, wie man den technischen Fortschritt so lange wie möglich aufhalten kann, um nicht von ihm überrollt zu werden.

Nach den Vorträgen gab es Mittagessen, wo sich ein interessantes und positives Gespräch mit einem Unternehmer ergab. Nach dem Mittagessen fand ich mich pünktlich zu dem reservierten Gesprächstermin ein, wurde aber von dem Unternehmen versetzt, mit dem ich sprechen wollte. So hatte ich Zeit in mich zu gehen und auf die Stille in mir zu hören. Nach dieser Pause, besuchte ich die Stände verschiedener Unternehmen. Einige Unternehmen waren sehr interessiert an meinen Projekten und ich habe neue Zulieferer für Bauteile der Bienenstockwaage gefunden, die ich produziere. Ein anderes Unternehmen präsentierte einen Roboter, der 3D Druck von schlechter Qualität mit Hilfe eines Schweißgerätes realisiert. Dieses Unternehmen hatte aber keine Lust, meine Fragen zu beantworten. Der Vertreter hat lediglich über meinen Kopf hinweg geschaut und wahrscheinlich gar nicht verstanden, was ich gesagt habe.

Zum Ende der Veranstaltung ergab sich ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit den Vertretern des Unternehmens, dass die Veranstaltung organisiert hatte. Der Zweck dieses Unternehmens ist die Vernetzung von Firmen hier in der Region in Ostsachsen. Ich sprach die mangelnde Innovationsfreudigkeit an, die ich bisher wahrgenommen hatte und schlug einen Weg vor, Innovative Ideen zu realisieren. Mein Vorschlag bestand darin, dass ich eine Innovative Idee im Voraus plane und prüfe, welche Firmen mit ihren bestehenden Produkten zu dieser Idee beitragen könnten. Danach schlug ich vor, diesen Plan als Diskussionsgrundlage dem Firmennetzwerk vorzustellen. Die Firmen könnten anhand dieses Plans genau einschätzen, welcher Aufwand auf sie zukommt und welche Gewinne möglich sind. Was war die Antwort der Vertreter der Firma, deren Unternehmenszweck die Vernetzung von Firmen ist ? Die Vertreterin grinste verlegen und zuckte mit den Schultern. Ihr Kollege schwieg.

Wenn dass, was ich bei dieser Veranstaltung gesehen habe, die Elite der Innovation in Sachsen ist, dann verstehe ich auch, warum in meiner Region solche Zustände herrschen, wie ich sie am Anfang beschrieben habe. Dann verstehe ich auch, warum rechtsextreme Parteien hier in Sachsen so stark auf dem Vormarsch sind.

Was lerne ich daraus? Ich arbeite weiter an meiner Bienenstockwaage und versuche, diese zu verbessern und weitere innovative Ideen auf den Markt zu bringen. Ich lasse mich von anderen nicht entmutigen und wehre mich gegen jeden, der mich kontrollieren und erpressen will. Diese Menschen können die Probleme nicht lösen, die wir haben. Also sollen sie mir auch nicht vorschreiben, was ich zu machen habe.