Die Arbeit mit der Bienenstockwaage

In den folgenden Bildern ist die praktische Arbeit mit der Bienenstockwaage dargestellt.

Stellen Sie die Bienenstockwaage mit nach unten geklapptem Kniehebel neben den Bienenstock. Der Haken muss dabei unter den Bienenstock greifen. Schieben sie die Bienenstockwaage fest an den Bienenstock heran.

Der Haken der Bienenstockwaage muss dabei unter den Bienenstock einhaken.

Klappen Sie den Kniehebel nach oben. Der Bienenstock wird dadurch einseitig um 10 mm angehoben. Die Riegel an der Rückseite sollte dabei hörbar einrasten. Wenn es nötig sein sollte, klappen Sie den Riegel an der Rückseite bis zum Anschlag nach unten.

Wie in diesem Bild sollte der eingerastete Riegel aussehen.

Der Bienenstock wird durch den Kniehebel einige Millimeter angehoben.

Durch das Verschieben der Laufmasse wird der Wiegebalken, in dem sich die Laufmasse befindet, ausbalanciert.

Nach dem Ausbalancieren, soll sich die Oberkante des Wiegebalkens mit der Ablesekante auf gleicher Höhe befinden und das Gehäuse nicht berühren.

An der Skala der Bienenstockwaage kann nach dem Ausbalancieren das Gewicht der angehobenen Seite des Bienenstocks abgelesen werden. Um die Masse eines Bienenstocks zu bestimmen, wird der Bienenstock an zwei gegenüberliegenden Seiten gewogen. Die beiden gemessenen Werte werden dann addiert. Daraus ergibt sich die Gesamte Masse des Bienenstocks.

Vom Dezember 2018 bis August 2019 wurde für Volk 1 die Gesamtmasse des Bienenstocks gemessen. Volk 1 wurde auf zwei Deutsch-Normalmaß Ganzzargen überwintert. Im Laufe des Jahres wurde dann noch ein Honigraum aufgesetzt.

Um Aussagen über die Masse der Bienen und des Honigs zu erhalten, wurde die Masse aller Bauteile von der Gesamtmasse des Bienenstocks abgezogen. In diesem Diagramm ist ein Maximum der Bienen- und Honigmasse deutlich zu sehen. Dieses Maximum liegt unmittelbar vor dem Schwärmen des Bienenvolkes. Das Bienenvolk stand in einem Kleingarten in Dresden. Im April standen alle Obstbäume in voller Blüte und die Bienen fanden reichlich Nahrung. Im Mai fand ein Kälteeinbruch statt und danach war die Trachtsituation für die Bienen wesentlich schlechter. Des weiteren ist in den Monaten Dezember bis März eine durchgehende Brutaktivität der Bienen sichtbar. Das deckte sich auch mit der Beobachtung, dass während des gesamten Winters bis zu 7 Varroa-Milben pro Tag gefallen sind.

In diesem Diagramm ist die Auslastung der Lagerkapazitäten der Bienen dargestellt. Die Bezugsgröße ist die theoretische Annahme, dass alle Waben aus komplett ausgefüllten und verdeckelten Futterwaben bestehen würden. Bisherige Beobachtungen haben ergeben, dass die Bienen die die Lagerkapazitäten bis maximal 60% nutzten.