Krieg

Wir haben Krieg in Europa und Deutschland ist wieder einmal aktiv dabei. Wenn ich daran denke, wird mir übel. Jede Kriegspartei sagt von sich, dass sie die Guten sind und gegen die Bösen kämpfen. Ich selbst habe keinerlei Einblicke in die Hintergründe des politischen und militärischen Geschehens und bin dennoch darauf angewiesen, die Lage einzuschätzen, weil ich die Konsequenzen meines Handelns tragen muss. Kein Politiker, kein Arbeitgeber, kein Militär kann mir dabei helfen.

Gott sei Dank, habe ich Gottes Wort in der Bibel, dass mit dabei hilft, das was ich sehe und höre einzuordnen. Jesus hat im Lukas Evangelium im Kapitel 6 folgendes gesagt:

„Ein gesunder Baum trägt keine schlechten Früchte und ein kranker Baum trägt keine guten. An den Früchten ist zu erkennen, was jeder Baum wert ist. Von Disteln kann man ja auch keine Feigen pflücken und von Dornengestrüpp keine Weintrauben ernten. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er im Herzen gut ist. Aber ein schlechter Mensch kann nur Böses hervorbringen, weil er von Grund auf böse ist. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund!“
(Lukas 6,43-45) [1]

Doch was sind die guten Früchte und was sind die schlechten Früchte? Auch hier gibt die Bibel eine genaue Antwort. Der Apostel Paulus sagt in seinem Brief an die Galater im Kapitel 5:

„Was die menschliche Selbstsucht hervorbringt, ist offenkundig, nämlich: Unzucht, Verdorbenheit und Ausschweifung, Götzenanbetung und magische Praktiken, Feindschaft, Streit und Rivalität, Wutausbrüche, Intrigen, Uneinigkeit und Spaltungen, Neid, Trunk- und Fresssucht und noch vieles dergleichen. Ich warne euch, wie ich es schon früher getan habe: Menschen, die solche Dinge tun, werden nicht erben, was Gott versprochen hat; für sie ist kein Platz in Gottes neuer Welt. Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Gegen all dies hat das Gesetz nichts einzuwenden.“
(Galater 5,19-23) [1]

Wenn ich mir nun die Früchte ansehe, die aus den Handlungen der Menschen in unserer Zeit wachsen, kann ich sehr genau unterscheiden, welcher Geist in welchem Menschen wirkt. Von hier an soll jeder selbst entscheiden, wo die Früchte des heiligen Geistes wachsen und wo die Früchte der menschlichen Selbstsucht zu finden sind.

Wie soll ich nun handeln? Wie soll ich mit den Nachrichten in den Medien umgehen? Jesus gibt hier im Lukas-Evangelium eine treffende Antwort:

„Um diese Zeit kamen einige Leute zu Jesus und erzählten ihm von den Männern aus Galiläa, die Pilatus töten ließ, als sie gerade im Tempel Opfer darbrachten; ihr Blut vermischte sich mit dem Blut ihrer Opfertiere. Jesus sagte zu ihnen: »Meint ihr etwa, dass sie einen so schrecklichen Tod fanden, weil sie schlimmere Sünder waren als die anderen Leute in Galiläa? Nein, ich sage euch: Wenn ihr euch nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen!«“
(Lukas 13, 1-3) [1]

Ich denke, die Aussage ist eindeutig. Der Weg zu den guten Früchten beginnt damit, das ich selbst umkehre und mein tägliches Fehlverhalten bekenne. Das wirkt sich dann auch auf andere Menschen aus.

[1] Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft