Die Zukunft Europas

In den letzten Jahrhunderten entwickelte sich Europa zu einer Industriegesellschaft. Dies war nur möglich, weil Energie in großer Menge zu Verfügung stand. Das Wirtschaftskonzept Europas bestand bisher darin, Rohstoffe und Energieträger aus seinen Kolonien zu importieren, daraus Industrieprodukte herzustellen und diese Produkte dann in die Kolonien zu exportieren. Durch die Automatisierung der industriellen Produktion in Europa konnten diese Produkte zu niedrigen Preisen exportiert werden, so dass sich in den Kolonien kaum eine konkurrenzfähige Industrie entwickeln konnte. So befand sich Europa die letzten Jahrzehnte in einer bequemen Lage, in der der Wohlstand gesichert war.

Die angebliche Sprengung der Northstream Pipelines und der Boykott von Energieimporten aus Russland waren Ereignisse, die deutlich machten, dass eine Belieferung von Europa mit Energie zu günstigen Preisen von den Eigentümern der Welt nicht mehr gewünscht ist. Die Versorgung Europas mit Flüssiggas über Gastanker ist nur eine Übergangslösung, um einen kontrollierten Umbau des Wirtschaftssystems zu ermöglichen. Wie ich im Abschnitt über die Energiewende gezeigt habe, ist der Betrieb einer Industriell geprägten Exportwirtschaft allein mit erneuerbaren Energien nicht möglich. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Zeit der Exportwirtschaft in Europa vorbei ist und dass sich die Produktion von Gütern in andere Teile der Welt verlagern soll. Eine positive Zukunftsvision, die daraus folgen könnte, wäre die Umstellung des Schwerpunktes der europäischen Wirtschaft hin zu immateriellen Gütern wie Wissenschaft, Kunst und Kultur in einer freien Gesellschaft.

Eine mögliche Zukunft
Die letzten drei Jahre haben mir allerdings gezeigt, dass Demokratie und Freiheit für die meisten Menschen in der Welt nicht wirklich wichtig ist. Als die Regierungen weltweit die Grundrechte, soweit diese vorhanden waren, per Verordnung außer Kraft gesetzt hatten, haben die meisten Menschen dies begrüßt. Ich denke, die meisten Menschen haben keine Ahnung von dem, was sie wirklich wollen und sind dankbar für eine Obrigkeit die sagt, in welche Richtung marschiert werden soll.  Deshalb ist die Option der Umstellung hin zu einer freien Gesellschaft, die von Wissenschaft, Kunst und Kultur geprägt ist, für mich eher unwahrscheinlich.

Das, was ich für wahrscheinlicher halte, ist die Schaffung einer sozialistischen digitalen Planwirtschaft mit einem Sozialkreditsystem. In unserer heutigen Zeit bestehen die technischen Möglichkeiten, die Welt auf eine andere Weise zu regieren, als dies in der Geschichte möglich war. Wo in der Geschichte die Planwirtschaft aufgrund fehlender Daten, begrenztem Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und Korruption gescheitert ist, stehen den Eigentümern der Welt heute Computer mit gigantischer Rechenleistung zu Verfügung. Diese Computer sammeln Daten und künstliche Intelligenzen analysieren diese Daten schneller, als dies ein Mensch jemals tun könnte. Jede Suchanfrage, die ein Nutzer von Google in das Eingabefeld seines Browsers eingibt, erzeugt einen Datensatz. Dieser Datensatz beinhaltet eine Frage, mit der sich ein Mensch beschäftigt. Aus den Millionen von Suchanfragen, die täglich bei Google eingehen, lässt sich ein Eindruck davon gewinnen, was in den Köpfen der Menschen vor sich geht. Werden diese Daten zusammen mit den Daten der Produktionsunternehmen, Krankenkassen, Behörden, Kaufhäusern und Banken mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert, lässt sich eine Planwirtschaft sehr präzise organisieren.

Eine digital organisierte Planwirtschaft scheint eine mögliche Lösung für viele Probleme, aber ist alles andere als eine rosige Zukunft. Die Computer mit künstlicher Intelligenz sind nicht im Eigentum einer freiheitlichen Gesellschaft sondern in den Händen der Eigentümer dieser Welt. So wissen die Eigentümer dieser Welt sehr genau, was die Menschen wollen und was sie brauchen und sie bestimmen auch, welche Informationen die Menschen bekommen um das zu tun, was sie tun sollen. Hier liegt die wirkliche Macht und ich denke, dass die Corona-Pandemie das erste Ereignis war, wo wir die Macht eines Kontrollsystems offen gesehen haben. In der Offenbarung des Johannes im neuen Testament der Bibel ist das Wesen dieses Systems bildhaft beschrieben:

„Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung. Und das Tier, daß ich sah, war gleich einem Parder und seine Füße wie Bärenfüße und sein Mund wie eines Löwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl und große Macht. Und ich sah seiner Häupter eines, als wäre es tödlich wund; und seine tödliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen? Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, daß es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang. Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen. Und ward ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ward ihm gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden. Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürgt ist, von Anfang der Welt. Hat jemand Ohren, der Höre!“
(Offenbarung 13,1-9)

Das Ziel dieses Systems, dass die Eigentümer dieser Welt bereits heute installiert haben, ist Kontrolle über die Massen von Menschen, die nicht wissen, wozu sie auf dieser Erde sind. Dieses System, beinhaltet die Erfahrungen aller vorherigen Imperien. Die Architekten dieses System haben die Erfahrungen der vergangenen Imperien dazu verwendet um ein Kontrollsystem zu erschaffen, dass technisch ausgereift ist. Die Eigentümer dieser Welt, denen die Infrastruktur dieses Systems gehört, haben eine Idealvorstellung, wie die Welt aussehen soll und eines ist dabei klar: Die Eigentümer stehen an der Spitze des Wohlstandes. Sie benötigen die Massen an Menschen immer weniger, die in den Fabriken den Wohlstand dieser Welt erarbeiten oder als Soldaten in die Schlacht ziehen. Ab dem Zeitpunkt, an dem Maschinen in den Fabriken die Güter des täglichen Bedarfs und auch Produktionsmaschinen produzieren, oder als Soldaten auf den Schlachtfeldern kämpfen können, werden die meisten Menschen nicht mehr gebraucht.

Die Wiederkunft Jesu
Ab dem Zeitpunkt, an dem die Meisten Menschen weltweit für die Produktion des Wohlstandes nicht mehr gebraucht werden, entscheidet sich, was mit den Menschen geschehen wird. Ich denke, dass die Bibel hier eine Antwort gibt. In der Offenbarung des Johannes findet sich folgender Hinweis:

„Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des  lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Der Verzagten aber und Ungläubigen und Greulichen und Totschläger und Hurer und Zauberer und Abgöttischen und aller Lügner, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der andere Tod.“
(Offenbarung 21,5-8)

So wie ich das sehe, ist eines ganz klar: Für die Menschen, die ihren Sinn in der Jagd nach dem Geld gefunden haben, wird eine Welt zusammenbrechen. Diese Menschen werden unglücklich sein und nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen. Sie werden weiter versuchen, dem Geld hinterher zu jagen und gegeneinander um die verbliebenen Arbeitsplätze zu kämpfen. Das wird dazu führen, dass das System der Jagd nach dem Geld kollabieren wird. Vielleicht werden die Eigentümer dieser Welt die Geduld mit den Menschen, die keinen Nutzen mehr haben, verlieren und diese Menschen verschwinden lassen. Vielleicht schaffen sich die Eigentümer dieser Welt zum Schluss selbst ab.

Die Menschen aber, die ihre Verbindung zu Gott nicht verloren haben, werden ein Paradies auf Erden finden. Durch die technischen Errungenschaften werden sie materiell keine Not mehr leiden müssen. Durch ihre Verbindung zu Gott, dem Schöpfer der Welt, können sie all das Gute in ihrem Leben in Dankbarkeit genießen. Die Menschen werden ihren Tätigkeiten nicht mehr nachgehen, um dem Geld hinterher zu jagen, sondern um ihrer Berufung zu folgen. So werden diese Menschen ein erfülltes Leben in Gemeinschaft mit Gott haben.